Das Bergwerk

Vom Kalisalz-Werk
zum Industriedenkmal.

Über 130 Jahre Geschichte unter der Erde — und eine Lagerstätte, die vor 250 Millionen Jahren entstand.

In Zahlen

Eines der bedeutendsten
Kaliwerke Mitteldeutschlands.

Was 1893 mit Brügman und einem Bohrloch begann, wurde im Laufe eines Jahrhunderts zu einer der bedeutendsten Kaligruben Mitteldeutschlands. Heute ist das Werk Schaubergwerk, technisches Museum und Veranstaltungsort in 670 Metern Tiefe — und damit das älteste funktionierende Kaliwerk der Welt.

Tiefe befahrbar
670 m
Tiefste Sohle
1.150 m
Stollennetz
25 km+
Lagerstätte
23 km²
Eröffnet
1893
Schaubergwerk seit
1998
Förderung 1896-1991
110 Mio. t
Streusalz heute
200.000 t/Jahr
Geschichte

130 Jahre auf einer Linie.

  1. 1891
    Bohrungen

    Heinrich Leonhard Brügman beantragt einen Schürfschein. In 465 m Tiefe stoßen Bohrungen auf ein 10 m mächtiges Steinsalzlager.

  2. 1893
    Spatenstich

    Gründung der Gewerkschaft Glückauf-Sondershausen. Erster Spatenstich am 1. Mai zwischen Stockhausen und Großfurra.

  3. 1898
    Erste Verladung

    Die erste Ladung Chlorkaliumkonzentrat verlässt das Sondershäuser Werk.

  4. 1909-1914
    Petersenschacht

    Sechs Schächte werden abgeteuft. Das Fördergerüst Petersenschacht wird dem Eiffelturm nachempfunden — heute Wahrzeichen der Stadt.

  5. 1989
    Höhepunkt

    2,3 Millionen Tonnen Förderung pro Jahr. Knapp 3.000 Beschäftigte.

  6. 1991
    Letzte Schicht

    Nach 98 Jahren endet der aktive Kalibergbau. Pumpen halten das Werk trocken.

  7. 1998
    Wiedereröffnung

    Sondershausen öffnet als Schaubergwerk — als eines der ersten in Mitteldeutschland.

  8. 2006
    Streusalz

    Neuaufnahme der Steinsalzförderung — 200.000 t Streusalz pro Jahr für den Winterdienst.

Die Schächte

Sechs Schächte. Eine Stadt unter der Stadt.

Bis 1914 wurden sechs Schächte abgeteuft. Der Petersenschacht ist mit seiner Eiffelturm-inspirierten Förderkonstruktion bis heute Wahrzeichen Sondershausens.

I
Tiefe
634 m
Brügmanschacht
II
Tiefe
790 m
Petersenschacht
III
Tiefe
655 m
Müserschacht
IV
Tiefe
746 m
Raudeschacht
V
Tiefe
752 m
Dr.-Esser-Schacht
VI
Tiefe
615 m
Von-Nesse-Schacht
Selbst erleben

Lesen ist gut.
670 Meter darunter stehen ist besser.

Mit dem Förderkorb hinunter, durch Festsaal, Konzertsaal, Salzsee und über die 52-Meter-Salzrutsche. Tour 23 °C konstant, 2,5 Stunden.